Natürlich ist es eine Gratwanderung, an dieser Stelle meine persönliche Wunschliste für meinen zukünftigen Arbeitgeber zu schreiben. Schließlich möchte ich niemanden vergraulen oder übertrieben anspruchsvoll wirken.

Meine Haltung hierzu: letztlich ist diese Seite genau wie die Stellenanzeigen von Unternehmen. In Stellenanzeigen finden wir auch die Anforderungen, die die Unternehmen an den perfekten Kandidaten stellen. Dass es diesen perfekten Kandidaten vermutlich nicht gibt und der Kompromiss der Normalfall ist, ist eigentlich allen Beteiligten (Recruiting, Fachabteilung, Bewerber) klar. Genau wie bei meiner Wunschliste.

Platz für meine Neugierde

Ich bin neugierig. Die (Ver-) Änderungen in der Weiterbildungsbranche verfolge ich gerne und prüfe nebenbei immer, in wiefern eine Umsetzung bei meinem aktuellen Arbeitgeber möglich und angemessen ist. Dabei nehme ich Impulse aus der Corporate Learning Community genauso gerne auf wie von einzelnen Akteuren (Audrey Watters, Jochen Robes, Simon Dückert). Für diese Neugierde und das Umsetzen neuer Ideen sollte es in Deinem Unternehmen Platz geben.

Ein positives, fortschrittsorientiertes, lösungsorientiertes Team

Getreu dem Motto “Diejenigen, die sagen ” Das geht nicht” sollen wenigstens die nicht stören, die es schon tun.” brauche ich, um zu performen, ein Team von Mitstreitern, die mit gesundem Maß am Alten festhalten, aber getrieben sind von Ihrer Lust auf Neues. Verweigerer mitschleppen ist nicht meine Stärke. Ich möchte meine Energie zum Anschieben verwenden, nicht zum Mitschleppen. Das sollte in Deinem Unternehmen möglich sein.

Eine “Scheiter heiter!”-Fehlerkultur

In meiner Rolle als Führungskraft habe ich immer versucht, offen und entspannt mit Fehlern umzugehen. Mit denen meiner Mitarbeiter, aber auch mit meinen eigenen. Weil ich glaube, dass Menschen dann am besten performen, wenn sie sich in ihrem Umfeld sicher fühlen. Mit dem Ausspruch “Scheiter heiter!” habe ich mir einen Leitsatz zurechtgelegt, der Menschen Mut machen kann, wenn sie eine unbekannte, neue Aufgabe angehen müssen und der uns lachen lässt, wenn wir in einem Projekt auch mal etwas vergeigt haben. Die Fehlerkultur Deines Unternehmens sollte dazu passen.

Freiheit zum Experimentieren

Ich probiere gerne aus. Auch wenn am Anfang noch nicht ganz klar ist, wie die Sache ausgeht. Hilfreich: wenn etwas nicht klappt greift in der Regel “Scheiter heiter”. Denn die realen, monetären oder gar “Kultur-” Schäden, die einem Unternehmen aus solchen missglückten Versuchen entstehen, sind meistens verschwindend gering. Seien wir ehrlich: die größte Sorge sind ohnehin meistens die von Führungskräften befürchten “Reputationsschäden”, die aus einem missglückten Versuch resultieren könnten.

Wenn ich in Deinem Unternehmen einer Führungskraft zuarbeite, die sich mit dem Motto “Lieber einmal mehr entschuldigen als dauernd um Erlaubnis fragen.” identifizieren kann, dann wäre das die perfekte Basis.

Be the change you wish to see in the world

Natürlich wäre es großartig, mit meiner Arbeit einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, Artenvielfalt oder politischer Teilhabe zu leisten. Aber natürlich können wir nicht alle bei Greenpeace, Lichtblick oder auf einem Demeter Bauernhof arbeiten. Und in meiner Freizeit kümmere ich mich ja auch bereits um diese Themen.
Doch in jedem Unternehmen gibt es Wege, die Nachhaltigkeit zu erhöhen. So konnte ich bei meinem letzten Arbeitgeber an einem Projekt mitwirken, mit dem Ziel, Einwegtüten komplett aus dem Sortiment zu nehmen. Das hatte immense Auswirkungen. Wenn Aufgaben oder Projekte wie diese in Deinem Unternehmen anstehen, sollten wir uns unbedingt kennen lernen.

Schlusswort

Das ist sie: meine Wunschliste an den zukünftigen, perfekten Arbeitgeber. Wie gesagt ist auch mir klar, dass der Kompromiss der Normalfall ist. Aber ich hoffe, dass Du mich durch diese Liste schon ein wenig besser kennen lernen konntest. Und nun ganz schnell mit mir Kontakt aufnimmst.